Disposal

Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

 

Entsorgen Sie Arzneimittel bitte nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall.

Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.

Entsorgung von transdermalen Pflastern

Bei transdermalen Pflastern ist eine korrekte Entsorgung besonders wichtig, da sich auch nach dem Gebrauch noch große Mengen des Wirkstoffs im Pflaster befinden können. Wenn bestimmte Personen, vor allem Kinder mit nicht gewissenhaft entsorgten Pflastern in Berührung kommen, kann das gravierende Folgen bis hin zum Tod haben. Daher sollten die benutzten Pflaster immer mit der Klebefläche nach Innen gefaltet und sorgfältig und für Kinder unzugänglich entsorgt werden.

 

Transdermale Pflaster, auch genannt „Transdermale Therapeutische Systeme“ (TTS), enthalten einen Wirkstoffspeicher und geben kontinuierlich eine genau definierte Menge des Arzneistoffes ab. Dieser wird über die Haut direkt in den Blutkreislauf aufgenommen. Das hat den Vorteil, dass der Wirkstoff nicht durch die Verdauung (z.B. Magen-, Darmsäfte, Abbau in der Leber („First-Pass-Effekt“)) beeinflusst wird.

 

Arten von Transdermale Therapeutische Systemen (TTS)

  • Bei dem Matrixpflaster ist der Wirkstoff gleichmäßig über eine Matrix verteilt und mit Hilfe einer Klebeschicht direkt auf der Haut aufgebracht. 
  • Bei dem Membranpflaster befindet sich der Wirkstoff in einem Reservoir und wird über eine Membran an die Haut abgegeben. Bei einer Verletzung der Membran besteht die Gefahr, dass schlagartig große Mengen des Wirkstoffs freigesetzt werden („dose-dumping“).

 

TTS können verschiedene Wirkstoffe enthalten, wie

  • Schmerzpflaster werden bei starken Schmerzzuständen, wie z.B. Rücken- oder Tumorschmerzen eingesetzt. Sie enthalten schmerzlindernde Substanzen wie Diclofenac oder Opioide wie Fentanyl. 
  • Nikotinpflaster werden zur Unterstützung bei der Raucherentwöhnung verwendet. 
  • Hormonpflaster dienen unter anderem zur Verhütung oder zur Behandlung von Wechselbeschwerden.  
  • Wärmepflaster werden zur Behandlung von Muskelschmerzen benutzt.


Allgemeine Hinweise für die Anwendung transdermaler Pflaster: 

  • Lesen Sie vor der Anwendung die gesamte Gebrauchsinformation sorgfältig durch. 
  • Nach dem Entfernen der Schutzfolie die Klebeschicht nicht mit den Fingern berühren, da das Pflaster dann möglicherweise nicht mehr gut klebt. Nach dem Ankleben das Pflaster mit der flachen Hand andrücken, um eine optimale Klebewirkung zu erzielen. 
  • Die Pflaster dürfen nur dann mit der Schere zugeschnitten werden, wenn dies laut Gebrauchsinformation ausdrücklich möglich ist. 
  • Die Hautfläche, auf die das Pflaster geklebt wird, sollte nicht fettig, verletzt oder gereizt sein.
  • Erhöhte Temperaturen (z.B. in der Sauna) könnten die Wirkstofffreisetzung beschleunigen bzw. die Klebekraft des Pflasters mindern.


Nicht gewissenhafte Entsorgung von Fentanyl-Pflastern kann zu Unfällen, manchmal sogar mit tödlichem Ausgang führen. Wenn sich Kinder nicht sachgemäß entsorgte Pflaster auf die Haut kleben oder wenn sie darauf herum kauen, kann es zu Atemstillstand kommen. Auch bei transdermalen Pflastern mit anderen Wirkstoffen (z.B. Nikotin oder Hormone) können dadurch schwerwiegende Nebenwirkungen auftreten. Um andere Personen und die Umwelt zu schützen, sollten transdermale Pflaster sorgsam aufbewahrt und entsorgt werden.
 
Für eine richtige Entsorgung sollten Sie folgendes beachten:

  • Nicht benutzte Pflaster in Absprache mit dem Apotheker entsorgen.
  • Benutzte Pflaster mit den Klebeflächen aneinanderkleben und wenn in der Gebrauchsinformation nicht anders beschrieben mit dem Hausmüll und für Kinder bzw. Haustiere unzugänglich entsorgen. 
  • Hormonpflaster sollten in Abfallentsorgungssystemen für Feststoffe (Problemstoffsammelstelle) entsorgt werden, da sie sonst eine Belastung für die Umwelt darstellen können.


Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Created: 09.09.2015

© Austrian Federal Office for Safety in Health Care
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