Aufbereitung
Aufbereitung von Medizinprodukten
Die Aufbereitung von Medizinprodukten ist das (Wieder-) Herstellen eines hygienisch einwandfreien Zustandes.
Der Aufbereitungsprozess gliedert sich je nach hygienischen Anforderungen in:
- Vollständige Reinigung der Produkte von Verunreinigungen wie Blut, Muskel- oder Nervengewebe, Lymphe oder Exkrementen. Im Rahmen der Aufbereitung ist ein geeigneter Reinigungsprozess als absolute Minimalanforderung anzusehen. Die weiteren Prozesse können ohne eine ausreichende Reinigung nicht korrekt ablaufen.
- Desinfektion der Produkte: dieser Schritt erfolgt häufig gemeinsam mit dem Reinigungsprozess. Ziel ist es, eine erste Keimabreicherung (typischerweise in der Größenordnung von drei Log-Stufen) zu erreichen, und damit die Produkte problemlos weiter handhaben zu können bzw. die Voraussetzungen für die Sterilisation zu schaffen.
- Sterilisation der Produkte: Von einem sterilen Produkt kann gesprochen werden, wenn mit einer Wahrscheinlichkeit von 1x10-6 (1:1.000.000) ein lebensfähiger Mikroorganismus sich auf dem Produkt befindet.
Gemäß den Vorgaben des Medizinproduktegesetzes (§§ 93 und 94 MPG) muss die gesamte Aufbereitung (Reinigung, Desinfektion und ggf. Sterilisation) mittels geeigneter, validierter Verfahren durchgeführt werden. Neben der Eignung der Gerätschaften (Validierbarkeit der Geräte) ist auch eine ausreichende Versorgung mit Hilfsmitteln (Wasser, Reinigungslösung, Desinfektionsmittel, sterilisierendes Agens – z.B. Dampf oder ETO, etc.) aber auch eine ausreichende Ausbildung der durchführenden Mitarbeiter für die Eignung des Gesamtprozesses absolut notwendig.
Erstellt am: 08.04.2011