Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP
Kommittee für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP)
Das CHMP bereitet die Entscheidungen der EMA betreffend sämtliche Fragen zu Arzneimitteln, die am Menschen angewendet werden, in Übereinstimmung mit der Regulation (EC) No 726/2004 vor.
Das CHMP spielt eine zentrale Rolle in der Zulassung von Arzneimitteln in der Europäischen Union und in deren Überwachung nach der Zulassung (Pharmakovigilanz).
Das CHMP erstellt Gutachten auf wissenschaftlicher Basis, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Arzneimitteln zu evaluieren und um die Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln für Verbraucher/Patienten zu garantieren. Die rechtliche Basis stellt die EU-Gesetzgebung dar, insbesondere Directive 2001/83/EC.
Die kontinuierliche Überwachung von auf dem Markt befindlichen Arzneimitteln (Pharmakovigilanz) wird durch das Netzwerk der nationalen Agenturen gewährleistet. In Österreich übernimmt diese Aufgabe die AGES PharmMed. Das CHMP überwacht auf europäischer Ebene die Berichte über Nebenwirkungsmeldungen und gibt Empfehlungen an die Europäische Kommission weiter, sollten Änderungen oder eine Aufhebung einer Zulassung notwendig sein. Die folgende Entscheidung der Europäischen Kommission wird in den Mitgliedsstaaten umgesetzt.
Zur Erfüllung seiner Aufgaben stehen dem CHMP verschiedene Arbeitsgruppen zur Verfügung, zu denen auch die PhVWP (Pharmacovigilance Working Party) zählt.
Über das Europäische Netzwerk
Die Europäische Arzneimittelagentur in London (European Medicines Agency, EMA) ist das wissenschaftliche Sekretariat in Bezug auf Arzneimittelzulassung und -sicherheit. In den unterschiedlichen Gremien und Arbeitsgruppen wirken und entscheiden Vertreter aller nationalen Arzneimittelagenturen. Entscheidungen und Empfehlungen der EMA werden somit von den nationalen Arzneimittelagenturen gemeinsam erarbeitet. Die Experten des BASG / AGES Medizinmarktaufsichtüberwachen laufend die Sicherheit aller Arzneimittel in Österreich und bringen ihre Beobachtungen und Sichtweisen in den europaweiten Prozeß ein.
INFOBOX
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Erstellt am: 07.10.2010 | Geändert am: 18.02.2011