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Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen AGES Medizinmarktaufsicht

Sicherheitsinformationen Details

Anwendung kombinierter oraler Kontrazeptiva (KOK)

Erstellt am: 06.06.2012

Das Auftreten von venösen thromboembolischen Ereignissen (VTE) ist eine seltene, aber seit langem bekannte unerwünschte Wirkung kombinierter oraler Kontrazeptiva (KOK), auf die in Fach- und Gebrauchsinformation der Präparate ausdrücklich hingewiesen wird. Jüngere Studien zeigten, dass das Risiko bei Einnahme von Drospirenon-hältiger Präparate deutlich höher als ursprünglich angenommen und vermutlich dem von Präparate der dritten Generation ähnlich ist. Dies wurde im Rahmen einer rezenten Evaluierung durch die zuständigen europäischen Gremien bestätigt.

 

Das Vorhandensein eines oder multipler weiterer Risikofaktoren kann eine Gegenanzeige für die Einnahme von KOKs darstellen. Dabei sollte auch das eventuelle Vorliegen einer angeborenen erhöhten Gerinnungsneigung (z.B. APC-Resistenz) bedacht werden. Verordnung und Auswahl eines geeigneten KOKs sollte immer nach sorgfältiger Anamnese und Abwägung des individuellen Risikos erfolgen. Dies gilt insbesondere bei Neu- bzw. Erstverordnungen.

 

Weitere Informationen:

Information für Patienten, 05.06.2012
Information für Fachöffentlichkeit, 10.04.2012

 

Rückfragen (fachlich):

Institut Pharmakovigilanz

Dr. Bettina Schade

E-Mail: pharm-vigilanzagesat

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