16.11.2009, Sicherheitsdaten
Sicherheitsdaten zu Celvapan
Presseinformation vom 16.11.2009
Zum Stichtag 13.11.2009 wurden in Österreich ca. 80.000 Dosen verimpft. Bislang gibt es 22 Meldungen von unerwünschten Ereignissen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung, davon eine schwerwiegend (Krankenhausaufnahme wegen Atemnot).
Nutzen/Risikobewertung von Celvapan (Schätzungen beruhen auf derzeitigem Wissen):
Ereignis jeweils wegen Grippe oder durch Impfung
| Kein Österreicher geimpft
| Alle Österreicher geimpft
| Anmerkung
|
Krankenhausaufnahme
| 1.500
| 100
| Zahlen Australien und Neuseeland, Impfzahlen Österreich, hochgerechnet |
Intensivtherapie
| 300
| 10
| Noch kein Ereignis in Österreich; Schätzung (ein Prozent der Anaphylaxien (1:10000) werden Intensivpflichtig), sonst keine zu erwarten |
Tod
| 40
| <1
| Noch kein Ereignis in Österreich; Schätzung |
Die Zahlen zur Krankenhausaufnahme, Intensivtherapiepflichtigkeit und Tod wurden von Zahlen aus Australien und Neuseeland extrapoliert. Diese Zahlen sind deutlich geringer als die Zahlen, die vom Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (European Centre for Disease Prevention, ECDC) im Oktober 2009 geschätzt wurden (27.000 Krankanhausaufnahmen in Österreich, 6.700 Intensivpatienten und 2.700 Todesfälle). Von den Todesfällen waren 25 bis 35 Prozent vorher gesund.
Zusammenfassung:
- Die Neue Grippe ist gleich oder sogar etwas weniger gefährlich als saisonale Grippe, aber
- es werden viele ÖsterreicherInnen erkranken, einige sehr schwer (Krankenhäuser und besonders Intensivstationen werden zeitweilig überlastet sein).
- Die Impfung kann Influenza verhindern; ein allfälliges Risiko ist ein Vielfaches geringer, als der mögliche Nutzen.
Rückfragehinweis:
Univ.-Prof. Dr. Marcus Müllner
E-Mail: pr_pharmmedagesat
Erstellt am: 16.11.2009