IGEPHA: Versandhandel in Österreich (02.06.2015)

Datum: 02.06.2015, 09:00 bis 13:00 Uhr

 

IGEPHA: Versandhandel in Österreich - Praxistipps und Wissenswertes für OTC-Hersteller

Versandhandel in Österreich: Praxistipps und Wissenswertes für OTC-Hersteller

Versandhandel ist 2015 ein wesentliches Thema in der Pharmabranche. Die europäische Harmonisierung steht unmittelbar bevor. Ab dem 25. Juni 2015 dürfen auch österreichische ApothekerInnen gemäß der AMG-Novelle zum Fernabsatz und der Fernabsatzverordnung Versandhandel von in Österreich zugelassenen, rezeptfreien Arzneimitteln betreiben. Im Rahmen des IGEPHA-Seminars „Versandhandel in Österreich – Praxistipps und Wissenswertes für OTC-Hersteller“ erläuterten Dr. Semp (BMG) und Mag. Krassnigg (AGES Medizinmarktaufsicht) die aktuelle Rechtslage. Von der Registrierung über die Inspektion zur Kundeninformation bis hin zu Transport, Kühlkette und Retourenproblematik gingen die Arzneimittelrechtsexperten auf jegliche Spezifikationen der neuen Verordnung ein. Sowohl Hintergründe der Verordnung als auch sämtliche Detailfragen des Fachpublikums wurden umfassend diskutiert.


Erfahrungen aus 11 Jahren Versandhandel in Deutschland präsentierte schließlich Ulrich Zander von der SEMPORA Consulting GmbH in seinem Vortrag „Apothekenversandhandel: Chancen und Herausforderungen“. Eine wesentliche Erkenntnis war hierbei vor dem Hintergrund des Vergleiches mit anderen Märkten wie z.B. Niederlande oder Polen, dass die Versandapothekennutzung höher ist, wenn ein Markt einen höheren Liberalisierungsgrad aufweist. Zander richtete auch Vermarktungsempfehlungen an die Industrie und riet zu einer aktiven Zusammenarbeit mit den Versandhändlern, um sich besser positionieren zu können.


Auf Diskrepanzen in der Wahrnehmung des Versandhandels ging schließlich Thorsten Kujath von Bayer Healthcare ein. Er betonte ebenso die Wichtigkeit der Zusammenarbeit zwischen Industrie und den VersandhändlerInnen und brachte als Beispiel eine von Bayer durchgeführte Analyse des deutschen Online- und Versandapothekenmarktes. Er berichtete von der zunehmenden Transparenz der VersandhändlerInnen über die Jahre und wies auf die Wichtigkeit des unterschiedlichen Umgangs mit VersandhändlerInnen und ApothekerInnen aus Sicht der Industrie hin. Überlegungen zum Datenaustausch und zur KundInnenbindung präsentierte er hierbei als Kernthemen. Als wesentlichen Anreiz zur Nutzung von Versandapotheken definierte Kujath das Gefühl der Anonymität. 

 

Created: 02.06.2015

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