Versorgung mit Arzneimitteln zur COVID-19 Therapie

Bund und Länder haben sich auf ein neues Verteilschema für COVID-19 therapierelevante Arzneimittel geeinigt, das die bestmögliche Versorgung der österreichischen Krankenhäuser sicherstellt: In jedem Bundesland wird es eine zentrale COVID-19 Apotheke geben, die als sogenannter „single point of communication“ (SPOC) fungiert.

Über diese Apotheken wird künftig sowohl der Bedarf an COVID-19 therapierelevanten Arzneimittel erhoben als auch die Verteilung an die Krankenhäuser im jeweiligen Bundesland durchgeführt.

Auf Landesebene definieren die medizinischen Koordinatorinnen und Koordinatoren den Gesamtbedarf an Hand der Zahl der COVID-19 Patientinnen und Patienten, die in Krankenhäusern bzw. auf Intensivstationen betreut werden. Diese Zahl wird an einem bundesweit einheitlichen Stichtag an die jeweiligen COVID-19 Apotheken gemeldet.

Diese übernehmen die Bestellungen für ihr Bundesland und erhalten wöchentlich die Lieferungen des Bundesländerkontingents direkt von Pharmafirmen bzw. dem Großhandel. Anhand eines dynamischen Aufteilungsschlüssels, der sich an den betreuten COVID-19 Patientinnen und Patienten im jeweiligen Krankenhaus orientiert, erfolgt die regionale Verteilung der Arzneimittel an  die Krankenhäuser.

Für spezielle Programme in der COVID-19 Therapie koordiniert das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) die zentrale Verteilung über das Logistikzentrum des Bundes. So werden beispielsweise 66.000 Filmtabletten mit dem Wirkstoff Hydroxychloroquin, die im Rahmen des weltweiten Novartis/Sandoz-Donation-Programms nach Österreich geliefert wurden, an die COVID-19 Apotheken der Bundesländer geliefert und nach obigem Schema an die Krankenhäuser weiter verteilt.

Umgekehrt melden die COVID-19 Apotheken einen möglichen Bedarf an in Österreich nicht zugelassenen Arzneimitteln an das BASG, das die weiteren Schritte prüft und veranlasst, z. B. die Erteilung von Einfuhrbewilligungen.

Flußdiagramm der Versorgung

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