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Kurzmeldungen Erstellt am: 19.09.2017

Meldung von Nebenwirkungen – EMA startet Umfrage

EMA startet Umfrage für PatientInnen und Gesundheitsberufe zum Kenntnisstand beim Melden von Nebenwirkungen - Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) empfiehlt Teilnahme

 

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine -> Umfrage ins Leben gerufen, um das Bewusstsein und die Bereitschaft sowohl von PatientInnen als auch Gesundheitsberufen besser zu verstehen, unerwünschte Arzneimittelreaktionen den Behörden zu melden. Dies ganz besonders für Arzneimittel die mit einem „schwarzen Dreieck“ gekennzeichnet sind und somit einer zusätzlichen Überwachung unterliegen.

 

Das schwarze Dreieck für Arzneimittel dient einer besonders schnellen Identifizierung neuer Erkenntnisse über deren Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung beim in Österreich zuständigen Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) zu melden. Die europäischen Arzneimittelbehörden bewerten auf Basis dieser Nebenwirkungsmeldungen kontinuierlich die Sicherheit von Arzneimitteln, um sicherzustellen, dass deren Nutzen das Risiko überwiegt.

 

"Wir empfehlen allen Interessierten und den Gesundheitsberufen, Ärzten und Apothekern eine rege Teilnahme an dieser wichtigen EU-weiten Befragung, da wir durch die Ergebnisse das europäische Meldewesen, und insbesondere jenes in Österreich, wo die Meldezahlen noch ausbaufähig sind, in Zukunft weiter verbessern können", sagt Dr. Christoph Baumgärtel vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG). "Wir appellieren zudem an dieser Stelle an alle Angehörigen der Gesundheitsberufe, zukünftig verstärkt der gesetzlichen Verpflichtung zur Meldung von Nebenwirkungen nachzukommen". Bei der Sommerakademie der Österreichischen Apothekerkammer in Pörtschach Ende Juni wurde das Thema Arzneimittelsicherheit stark in den Vordergrund gestellt und die Gesundheitsberufe zur Zusammenarbeit aufgefordert. Die Apotheker konnten zuletzt, ausgehend von einem niedrigen Niveau, die Zahl der Nebenwirkungsmeldungen von 2016 bereits verdoppeln.

 

"Das Ziel der Umfrage ist es, Bewusstsein, Einstellung und Berichterstattungsverhalten von Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen des Gesundheitswesens für Nebenwirkungsmeldungen abzufragen, die Daten in Folge systematisch zu bewerten und neue Erkenntnisse für noch mehr Arzneimittelsicherheit abzuleiten." Der Fragebogen, der in alle offizielle Sprache der Europäischen Union übersetzt wurde, steht auch in deutscher Sprache zur Verfügung und eine Teilnahme dauert nicht länger als 10 Minuten. Der Fragebogen steht für Antworten bis zum 9. Oktober 2017 offen. Die Ergebnisse der Umfrage werden von der EMA und der Europäischen Kommission analysiert und die Schlussfolgerungen werden in Folge veröffentlicht.

 

Rückfragen (fachlich):

Dr. Christoph Baumgärtel, Tel.: 050555/36004

E-Mail: christoph.baumgaertel@ages.at

 

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