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Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen AGES PharmMed

Medizinprodukte

Was zählt zu Medizinprodukten?

Die Zahl der am europäischen Markt befindlichen Medizinprodukte wird zwischen 500.000 und einer Million bei ungefähr 8.000 verschiedenen Arten geschätzt.

 

Dazu zählen:

 

  • Medizinische Bedarfsartikel wie Verbandartikel, Spritzen, EKG usw.
  • Medizinische Hilfsmittel für Behinderte wie Rollstühle.
  • Medizinische Geräte wie Röntgengeräte, Ultraschallgeräte usw.
  • Aktive Implantate wie Herzschrittmacher usw.
  • Nicht aktive Implantate wie Gelenksimplantate oder Knochenschrauben.
  • Medizinische Software wie Medizinische Expertensysteme.
  • Medizinische Labordiagnostika wie HIV-Tests oder Schwangerschaftstests.
  • Medizinische Laborgeräte wie Laborautomaten usw.

Risikoklassen bei Medizinprodukten

Es werden drei Arten von Medizinprodukten unterschieden:

 

  • Aktive implantierbare Medizinprodukte
  • Allgemeine Medizinprodukte
  • Medizinprodukte für die In-vitro Diagnostik oder In-vitro-Diagnostika

 


Klassen der allgemeinen Medizinprodukte

Die allgemeinen Medizinprodukte sowie In-vitro-Diagnostika werden in weitere Risikoklasse unterteilt, jeweils in Abhängigkeit vom Risiko der Anwendung bzw. Risiko für den Patienten.


Für die allgemeinen Medizinprodukte werden in Abhängigkeit vom Risiko für den Anwender/Patienten, von der Invasivität, von der Anwendungsdauer, etc. insgesamt vier Risikoklassen unterschieden:

 

  1. Medizinprodukte der Klasse I: geringes Risiko
  2. Medizinprodukte der Klasse IIa: mittleres Risiko
  3. Medizinprodukte der Klasse IIb: erhöhtes Risiko
  4. Medizinprodukte der Klasse III: höchstes Risiko

 

Klassen der In-vitro-Diagnostika
In-vitro-Diagnostika (IVD) werden ebenfalls in Risikoklassen unterteilt:

 

  1. allgemeine IVD: geringes Risiko für Anwender/Patienten
  2. IVD zur Eigenanwendung: mittleres Risiko
  3. IVD der Liste B: erhöhtes Risiko
  4. IVD der Liste A: höchstes Risiko

 

 

Für aktive implantierbare Medizinprodukte gibt es keine weitere Unterteilung, da diese Produkte gesamt als Produkte mit höchstem Risiko angesehen werden. 

Rechtliche Grundlagen

Medizinproduktegesetz

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Erstellt am: 01.03.2009 | Geändert am: 08.04.2011

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