Impfstoffe

Liste zugelassener Impfstoffe

Die vorliegende Liste enthält alle derzeit in Österreich zugelassenen Impfstoffe (alphabetisch nach Produktnamen) mit folgenden Informationen:

  • Produktname
  • Zulassungsinhaber
  • Indikation
  • Zielgruppe
  • allfällige Bemerkungen
  • Adjuvans ja/nein bzw. Art des Adjuvans
  • Thiomersal ja/nein

Informationen über derzeitige Verfügbarkeit und Preisgestaltung sowie Vergleiche zwischen unterschiedlichen Produkten mit derselben Indikation sind nicht enthalten.

Liste der nicht mehr zugelassenen Impfstoffe

Wenn Sie in ihrem Impfpass einen Impfstoffnamen finden, der nicht in der Liste der zugelassenen Impfstoffe aufscheint, können Sie hier nachsehen.

Die meisten Impfstoffe die seit 1950 in Österreich verwendet worden sind werden in dieser Liste angeführt.

Impfplan 2019

Der "Impfplan Österreich 2019" enthält alle derzeit aktuellen, nationalen Impfempfehlungen.

Impfempfehlungen für Erwachsene im erwerbsfähigen Alter

Erläuterungen und Definitionen in Ergänzung zum Österreichischen Impfplan: Erstmals gibt es in Österreich konkrete Impfempfehlungen für Erwachsene im erwerbsfähigen Alter, um ergänzend zum Österreichischen Impfplan speziell auf das Thema Impfprävention bei bestimmten Berufsgruppen hinzuweisen.

Obwohl im Österreichischen Impfplan klare Empfehlungen für Impfungen bei Erwachsenen ausgesprochen werden, sind zu geringe Durchimpfungsraten zu beobachten. Um diese zu erhöhen ist einerseits eine vertiefte Information und andererseits ein niederschwelliger Zugang zu den erforderlichen Impfungen notwendig. Damit wird auch dem Gedanken der WHO – Gesundheitsförderung und Prävention dorthin zu bringen, wo Menschen leben und arbeiten – Rechnung getragen.

Der Arbeitsplatz stellt somit einen idealen Ort dar, um Personen im erwerbsfähigen Alter zu beraten und ihnen im Idealfall die Impfung vor Ort anzubieten.

Angesprochen werden hier jedoch nicht nur Betriebsärzte und Arbeitsmediziner, sondern alle Ärzte und Personen im Gesundheitswesen (healthcare workers, „HCWs“), die diese Zielgruppe medizinisch betreuen.

Besondere Berücksichtigung finden in dieser Publikation spezifische Berufsgruppen, beispielsweise Sozialberufe wie Kindergärtner, Lehrer oder Sozialarbeiter,  Betreuungspersonal in Flüchtlingsheimen, Einsatzdienste, Militär, Personen aus Nahrungsmittel verarbeitenden Betrieben, Jäger, Förster, Landwirte und Tierärzte. Letzteren wird zum Beispiel explizit ein Schutz vor Hepatitis A/B und Tollwut empfohlen.

Im Kapitel „Indikation, Umsetzung und Kostenübernahme“ sind Empfehlungen aus Sicht der AUVA - unter besonderer Berücksichtigung des Arbeitnehmerschutz- und des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes - nachzulesen. Wie die erfolgreiche Umsetzung von Impfprävention am Arbeitsplatz aussehen könnte, wird mittels eines „best practice“ Modells, durchgeführt in einem Großbetrieb, verdeutlicht.
„Impfungen bei Auslandsentsendungen von Mitarbeitern“ sowie arbeitsrechtliche Aspekte (Impfpflicht, Fragerecht, Fürsorgepflicht, Kostentragung etc.) werden in eigenen Abschnitten detailliert erörtert.

Das Dokument „Impfungen für Erwachsene im erwerbsfähigen Alter, Erläuterungen und Definitionen in Ergänzung zum Österreichischen Impfplan“ kann von der BMGF Seite abgerufen werden.

Impfungen für Mitarbeiter des Gesundheitswesens

Erstmals gibt es in Österreich konkrete Impfempfehlungen für Mitarbeiter im Gesundheitswesen, um nicht nur diese, sondern vor allem auch die ihnen anvertrauten Patienten vor Infektionskranheiten schützen zu können.

Die Übertragung von Infektionskrankheiten im medizinischen Bereich stellt eine häufig unterschätzte Gefahr dar. Dies betrifft einerseits das im Gesundheitswesen tätige Personal (Ärzte, Pflege-, Labor- und Reinigungspersonal, Rettungsdienste, Zivildiener, Studenten, Heimhilfen etc.) und andererseits vor allem Patienten, die durch ihre Erkrankungen empfänglicher für Infektionen sind. Dieses Thema wurde bisher im Österreichischen Impfplan im Kapitel „Impfungen für Personal im Gesundheitswesen“ behandelt, nun wird aber gezielt und ausführlich auf die besonderen Anforderungen in den unterschiedlichen Einrichtungen im niedergelassenen und im Spitalsbetrieb eingegangen.

Abgesehen von den ohnehin für alle Personen empfohlenen Impfungen wie Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern etc. wird hier zum Beispiel für Laborpersonal, das mit Meningokokkenisolaten arbeitet, auf eine entsprechende Prophylaxe hingewiesen.

Da dieses Themengebiet eine Vielfalt an unterschiedlichen Aspekten beinhaltet, waren an der Erstellung dieser Empfehlung Experten sowohl aus medizinischen als auch aus ethischen und rechtlichen Fachrichtungen beteiligt.

In Österreich gibt es keine gesetzliche Grundlage für eine verpflichtende Impfung; umso wichtiger erscheint es, den MitarbeiterInnen im Gesundheitswesen die Bedeutung von Impfungen sowohl zum eigenen Schutz sowie zu dem der Patienten bewusst zu machen, um eine informierte Entscheidung treffen zu können – und dies auf Grundlage evidenzbasierter Empfehlungen.

Das Dokument „Impfungen für MitarbeiterInnen des Gesundheitswesens, Empfehlungen als Erweiterung des Österreichischen Impfplans“ kann online abgerufen werden.

Reaktionen und Nebenwirkungen nach Impfungen

Unsicherheiten und Skepsis in Hinblick auf Impfungen gründen sich in erster Linie auf Angst vor Impfnebenwirkungen oder auch Impfschäden.  Um sowohl für die Mitarbeiter des Gesundheitswesens als auch die Patienten evidenzbasierte Informationen bereitstellen zu können, wurde ein entsprechendes Addendum zum Österreichischen Impfplan verfasst.

Kaum ein anderes Arzneimittel verursacht so viel Verunsicherung und – teilweise unbegründete – Ängste wie Impfstoffe.  Dies liegt einerseits daran, dass es sich bei den Geimpften um  Gesunde (und hier in erster Linie um Kinder) handelt und andererseits an der großen Menge an Fehlinformationen in den Medien, vor allem dem Internet.

Um der Öffentlichkeit  evidenzbasierte Informationen zur Verfügung zu stellen, wurde ein Addendum zum Österreichischen Impfplan veröffentlicht. In diesem werden Definitionen und Abgrenzungen hinsichtlich Impfreaktionen, Impfnebenwirkungen und Impfschäden, Kausalitätsbeurteilung von Impfnebenwirkungen, der Rolle der Arzneimittelbehörde  als Überwachungsorgan  und Hilfsstoffe (insbesondere Adjuvantien) behandelt. Zusätzlich wird beschrieben, wie der Abschnitt „Nebenwirkungen“ in der Produktinformation entsteht. Diese großteils sehr komplexen Themengebiete werden zum besseren Verständnis mit anschaulichen Beispielen erklärt.

Das Dokument  „Reaktionen und Nebenwirkungen nach Impfungen “ kann von der Seite des BMGF abgerufen werden.

Zulassung von Impfstoffen

Prophylaktische Impfstoffe müssen weitestgehend sichere Arzneimittel sein, da sie – im Gegensatz zu therapeutischen Arzneimitteln - zum überwiegenden Teil an Gesunde verabreicht werden, die je nach Exposition womöglich nur ein kleines Risiko haben, ungeimpft zu erkranken.

Daraus ergeben sich für Impfstoffe besondere Anfordernisse an die sogenannte Nutzen-Risiko-Bewertung im Rahmen eines Zulassungsverfahrens. Moderne Impfstoffe sind aufgrund der geltenden Anforderungen an die Herstellung und die analytischen Kontrollen im Allgemeinen gut verträglich.

Zulassungsprozess eines Impfstoffes

Ein Impfstoff wird in Europa im Rahmen von EU-weiten oder nationalen Verfahren nach einem streng reglementierten Verfahren innerhalb gesetzlicher Fristen zugelassen. Im Rahmen der Zulassung werden die Qualität (Herstellung) sowie die Sicherheit und Wirksamkeit eines Impfstoffes, basierend auf präklinischen und klinischen Daten, überprüft.

Die behördlichen Aktivitäten bilden ein sehr komplexes Sicherheitsnetz auf allen Ebenen im Lebenszyklus eines Arzneimittels bzw. Impfstoffes: Klinische Prüfung, Wissenschaftliche Beratung, Zulassungsverfahren, fallweise geforderte Postmarketing-Studien, behördliche Inspektionen, Chargenprüfung und Pharmakovigilanz.

Staatliche Chargenprüfung

Bevor eine Impfstoffcharge in Österreich in Verkehr gebracht werden darf, muss diese von einem staatlichen Arzneimittelkontrolllabor (Official Medicines Control Laboratory, OMCL) eines EU/EWR-Mitgliedlandes geprüft worden sein. Die Ergebnisse müssen den in der österreichischen Zulassung genehmigten Spezifikationen entsprechen.

Bei jeder Produktcharge werden die Chargenherstellungs- und Prüfprotokolle kontrolliert. Zusätzlich werden die eingereichten Prüfmuster den vorgeschriebenen Analysen unterzogen. Das österreichische OMCL des BASG/AGES hat sich in den vergangenen Jahren auf die Testung von FSME- und Influenza-Impfstoffen (auch Pandemieimpfstoffe) spezialisiert.

keyboard_arrow_up nach oben